Susanne Pavlovic, Jahrgang 1972, lebt mit ihrem Sohn mitten im Weltkulturerbe der Stadt Bamberg. Um mit dem Fahrrad aus dem Hoftor zu kommen, muss sie gelegentlich eine Touristengruppe zur Seite bitten (vor allem im Sommer, vor allem aus Japan), und sie kann ihr Auto auch nicht vor der Tür parken (also, nicht vor der eigenen). Trotzdem würde sie die alten Mauern niemals freiwillig gegen ein gebürstetes Neubaugebiet tauschen. Ihre Wohnung befindet sich im ehemaligen Dienstbotentrakt eines Hauses aus dem ausgehenden Mittelalter und hat insgesamt vier ermittelte unterschiedliche Raumhöhen (und vermutlich ein paar nicht ermittelte).
Gelegentliche Randerscheinungen von Freizeit teilt sie gleichmäßig zwischen ihren insgesamt fünf Aquarien und dem Besuch verschiedener regionaler Mittelaltermärkte auf. Sie liest nicht so viel, wie man es von einer Autorin erwarten könnte, dafür schreibt sie noch viel langsamer.
Ihre Brötchen verdient sie als Lehrerin für Deutsch und Ethik. Außerdem verfasst sie im Lohnauftrag Sachbücher zur Berufswahl.
Gerne befasst sie sich mit den großen philosophischen Fragen des Alltags, als da wären:
- Warum tritt man immer nur dann auf Legoteilchen, wenn man barfuß ist, und warum erwischt man immer die besonders spitzen Teilchen?
- Finden Fische es unterhaltsam, dem Menschen dabei zuzugucken, wie er den Fischen zuguckt?
- Wie klingt es, wenn man einen Frosch im Hals hat, der einen Frosch mit einem Frosch im Hals im Hals hat?
- Und wo gehen eigentlich die Ampelmännchen hin, wenn sie Feierabend haben?